Der Frankenkurs profitiert vom Rücktritt des SNB-Präsidenten und steigt auf 0,8261 Euro. Philipp Hildebrand stürzte über Dollar-Käufe seiner Frau und ist nicht länger der Chef der 105-jährigen Schweizerischen Nationalbank (SNB). Indes übernimmt sein Stellvertreter Thomas Jordan die Amtsgeschäfte, der auch als aussichtsreichster Kandidat gilt zum neuen SNB-Gouverneur vom Nationalrat ernannt zu werden.
Devisenhändler spekulieren auf eine baldige Abschwächung der eidgenössischen Währung. So befindet sich der Schweizer Franken dicht an der von Hildebrand festgesetzten Obergrenze von 0,8333 Euro. Aus dem Blickwinkel der europäischen Gemeinschaftswährung handelt es sich um einen Mindestkurs, der bei 1,2000 Franken liegt. Mit dem aktuellen Eurokurs von 1,2105 CHF befindet sich diese Wechselkursuntergrenze in unmittelbarer Reichweite.
Die Verteidigungshändler der SNB müssen rund um die Uhr auf der Hut sein, damit der Euro Franken Mindestkurs nicht reißt. Dies würde einen enormen Glaubwürdigkeitsverlust für die Nationalbank nach sich ziehen würde. Aufgrund der Dollar-Affäre stehen die Währungshüter und ihre Aufseher (Bankrat) öffentlich bereits in einem schlechten Licht da.
Auf kurze Sicht ist die CHF Prognose 2012 negativ. Das Verlustpotential des Euros wird bei 1,2000 CHF begrenzt, während das Gewinnpotential am oberen Ende des Seitwärtskanals bei 1,2430 CHF deutlich höher liegt.
Seitdem die Schweizerische Nationalbank (SNB) am 6. September 2011 den Mindestkurs festgelegt hat, ist bei Euro Franken der Wurm drin. So bewegt sich das Devisenpaar die meiste Zeit in einer extrem engen Handelspanne zwischen EUR/CHF 1,2100 und 1,2400. Zuvor war der Eurokurs zwischen April und August 2011 von 1,3240 auf 1,0075 CHF (-23,91 Prozent) in den Keller gerauscht.