Die Schweizer Franken Prognose 2012 bleibt ein großes Rätsel. Obwohl die eidgenössischen Währungshüter mit der Festelegung eines Mindestkurses bei Euro Franken 1,20 eine Linie in den Sand gezogen haben, lässt sich der Franken nicht davon abhalten aufzuwerten. Aktuell steht der Umrechnungskurs bei EUR/CHF 1,2061.
Entscheidend für die CHF Prognose 2012 ist das Verhalten der 105-jährigen Schweizerischen Nationalbank (SNB). Sie hat angekündigt die Wechselkursuntergrenze mit aller Konsequenz durchzusetzen. Allerdings sagte der interimistische Notenbankchef Thomas Jordan nicht, ob er zukünftig eine aktive- oder passive Rolle bei der Verteidigung der Untergrenze einnehmen will.
Bisher verfolgt die Nationalbank einen passiven Ansatz. So lässt sie den Eurokurs unter die Marke von 1,21 CHF zurück fallen, achtet jedoch darauf, dass die Euro Kursentwicklung nicht unter 1,2055 CHF sinkt. Mit diesem zweiten Schutzwall will man offenbar erreichen, dass eine Spekulanten-Attacke auf den Mindestkurs geringe Erfolgsaussichten hat.
Aggressiv
Allerdings rechnen Marktbeobachter nicht damit, dass die Nationalbank dem Treiben des Eurokurs CHF in unmittelbarer Nähe der Untergrenze weiterhin tatenlos zusieht. So könnte die SNB ihren Interventionsstil schlagartig ändern und durch aggressive Verkäufe des Franken für einen Paukenschlag sorgen. Der Überraschungseffekt wäre sodann wieder auf ihrer Seite, wie bei der Einführung des Mindestkurses am 6. September 2011, und die CHF Prognose 2012 trübte sich ein.
Bei einem aktiven Interventionsstil könnten sodann auch Investoren der Schweizerischen Nationalbank (SNB) folgen und ihre Franken verkaufen, meint der Devisenexperte George Saravelos von der Deutschen Bank. Saravelos rechnet in den nächsten Tagen mit aggressiven Franken-Verkäufen durch die SNB, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.