Die massive Aufwertung des Schweizer Frankens im Sommer belastete die eidgenössische Konjunktur erheblich, schreibt die Schweizerische Nationalbank (SNB) in ihrer geldpolitischen Lagebeurteilung vom 15. Dezember 2011. Anfang August 2011 war der Eurokurs auf 1,0075 CHF in den Keller gerauscht. Die damit verbunden Stärke des Frankens führte am 6. September 2011 schließlich zu der Festlegung einer Wechselkursuntergrenze auf EUR/CHF 1,20.
Aktuell sieht SNB-Präsident Philipp Hildebrand und seine Stellvertreter Thomas Jordan und Jean-Pierre Danthine keine Veranlassung den Eurokurs auf 1,30 CHF anzuheben, wie es der Dachverband der Schweizer Wirtschaft, Economiesuisse, geforderte hat. So muss die Nationalbank mit einer weiteren Eskalation der Schuldenkrise rechnen, wodurch die Verteidigung eines höher liegenden Mindestkurses scheitern könnte.
Unterdessen befindet sich der Dollarkurs CHF in einem Höhenrausch. Der Währungsrelation kletterte von USD/CHF 0,7066 auf 0,9546 zwischen dem 9. August und dem 15. Dezember 2011. Die US-Währung wertet um +35,10 Prozent auf und klettert auf ein 10-Monats-Hoch, während sich der eidgenössische Franken von 1,42 auf 1,05 Dollar verbilligt.
Der Goldpreis stürzt in den Keller und kostet nur noch 1.490 Schweitzer Franken bzw. 1.563 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Vor zwei Wochen war des gelbe Edelmetall noch 1.615 CHF bzw. 1.763 USD wert. Die schwache Goldpreisentwicklung führen Analysten in erster Linie auf die drastische Aufwertung des Dollars zurück.