Montag, 14. November 2011

Eurokurs lässt bei 1,24 CHF nicht locker


Der Eurokurs schafft erneut den Sprung über die Marke von 1,24 CHF. Während des asiatischen Handels klettert die Kursentwicklung auf EUR/CHF 1,2406. Die neuen Übergangsregierungen von Griechenland und Italien bekommen Vorschusslorbeeren von den Finanzmärkten. Gleichzeitig steigt die Risikobereitschaft, wodurch sich die Nachfrage nach dem sicheren Hafen Schweizer Franken verringert.

In der Schweiz herrschen weiterhin akute Deflationsgefahren. Die Produzenten- und Importpreise fielen um -0,2 Prozent im Oktober 2011 gegenüber dem Vormonat. Auf Jahressicht lag die Teuerung auf der Erzeugerebene zwischen Oktober 2010 und Oktober 2011 bei -1,8 Prozent. Die Konsumentenpreise in der Eidgenossenschaft fallen derzeit mit einer Geschwindigkeit von -0,1 Prozent.

Die Industrieproduktion im Euroraum sank um -2,0 Prozent und signalisiert das Abtauchen in eine Rezession. Allerdings fällt der Rückgang für den Berichtsmonat September 2011 nicht so stark aus wie von Analysten prognostiziert wurde. Darüber hinaus korrigierte die europäische Statistikbehörde Eurostat die Industrieproduktion für August 2011 nachträglich von +1,2 auf +1,4 Prozent nach oben.

Damit bestätigt sich die Prognose für das Wirtschaftswachstum der Europäischen Zentralbank (EZB). Die EZB-Volkswirte erwaten eine milde Rezession für den Euroraum. Der Exekutivarm der EU, die Europäische Kommission, rechnet, dass die Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte 2011 wieder auf einen soliden Wachstumspfad zurückkehrt.

Bisher ist für den Eurokurs der Bereich zwischen 1,2430-1,2470 CHF ein unüberwindbarer Widerstand. Seit dem Beginn des vierten Quartals 2011 scheiterte die Kursentwicklung bereits dreimal an diesem Niveau. Wenn es der Euro schließlich schaffen sollte den Widerstand zu knacken, wäre aus technischer Sicht Platz für einen Anstieg auf 1,27 CHF.