Am Devisenmarkt macht der Schweizer Franken Kurs Boden gut gegenüber dem Euro. Der Eurokurs prallte in der Vorwoche kurz vor 1,25 CHF ab und hat aktuell große Mühe sich über 1,22 CHF zu halten. Nach der Veröffentlichung eines stabilen UBS-Konsumindikators fällt der Euro auf 1,2232 Franken. Die eidgenössische Währung kostet 0,8175 Euro.
Der von der Schweizer Großbank herausgegeben Konsumindikator kletterte von 0,80 auf 0,84 Zähler. Es handelt sich um den ersten Anstieg seit knapp einem halben Jahr. Zuvor war das Verbraucherbarometer vier Monate hintereinander gefallen. Für das leichte Plus seien in erster Linie die Neuimmatrikulationen von Personenwagen verantwortlich, meldet UBS Wealth Management Research.
Unterdessen macht die Eurogruppe bei der Bewältigung der Schuldenkrise zwar Fortschritte. Doch wollen viele Devisenhändler offenbar erst die Ergebnisse sehen, bevor sie aus dem sicheren Hafen Schweizer Franken aussteigen und wieder verstärkt den Euro kaufen. Vor dem entscheidenden Gipfel am 26. Oktober 2011 ist jedoch bereits einiges durchgesickert.
Die deutsche Bundeskanzlerin strebt offenbar einen Schuldenerlass für Griechenland in Höhe von 60 Prozent an. Gleichzeitig werden Banken in einem Drei-Stufe-Plan aufgefordert, ihre Eigenkapitalquoten zu erhöhen. Beim Euro Rettungsschirm (EFSF) wird voraussichtlich ein Versicherungsmodell zum Einsatz kommen. Dadurch sollen Italien und Spanien vor der Schuldenkrise abgeschirmt werden.
Aus technischer Sicht befindet sich der Euro gegenüber dem Schweizer Franken Kurs weiterhin in einem kurzfristigen Aufwärtstrend. Der Trendverlauf hat seinen Ursprung bei EUR/CHF 1,2025 und etablierte sich nach der Kopplung des Frankens an den Euro durch die Schweizerische Nationalbank (SNB).