Deutschland und Frankreich planen offenbar den EFSF bei der Platzierung von neuen Staatsanleihen klammer Euroländer einzusetzen. Um die Schuldtitel für private Investoren wieder attraktiv zu machen, würde der Rettungsschirm im Falle einer Staatspleite garantieren, die Kosten für einen Schuldenschnitts von 20 Prozent zu übernehmen. Auf diese Art könnte der EFSF mit einem Einsatz von 100 Milliarden Euro Platzierungen von spanischen- oder italienischen Staatsanleihen in Höhe von 500 Milliarden Euro sicherstellen.
Ein solches Versicherungsmodell geht in die Richtung von Eurobonds, da sich schwache Euroländer nur durch die Hilfe der starken Euroländer ihre Schuldenberge finanzieren können. Insbesondere die italienische Regierung will offenbar lieber auf Kosten der anderen Euroländer leben, anstatt die Wirtschaft wettbewerbsfähig zu machen und den Haushalt schneller zu konsolidieren. Italien hat in den letzten Jahren den drittgrößten Schuldenberg der Welt angehäuft. Nur die USA und Japan haben noch mehr Schulden.
Insgesamt kommt es jedoch dem Eurokurs entgegen, dass die Eurogruppe Fortschritte macht bei der Bewältigung der Schuldenkrise. Damit trübt sich gleichzeitig die CHF Prognose 2011/2012 ein. Der Schweizer Franken verliert allmählich den Status einer Fluchtwährung. Wenn sich darüber hinaus ein Ende der konjunkturellen Talfahrt abzeichnet, dann würde dies der Euro Kursentwicklung zusätzlich zugute kommen.